Vom Hobby zum Beruf – Heilpraktiker

Beigetragen von Gabi am 12. September 2010

Wer sich für alternative Heilungsmethoden und natürliche Gesundheitsmethoden begeistert, beliest und informiert sich meist umfangreich zu dieser Thematik. Doch das Wissen muss kein Hobby bleiben. Denn der Beruf des Heilpraktikers ist eine vielseitige Tätigkeit und lohnt sich auch als Weiterbildung oder zur Begehung eines völlig neuen Berufsweges. Wir möchten einmal aufzeigen,wie sich das Berufsbild des Heilpraktikers zusammensetzt und welche Ausbildungsmöglichkeiten bestehen.

Vielfältige Tätigkeiten

Ob Homöopathie, Akupunktur oder Magnetfeldtherapie – die Möglichkeiten der Heilpraktiker sind vielseitig und werden immer beliebter. Die Menschen suchen immer mehr nach Alternativen, wenn Medikamente oder Therapien nicht wie gewünscht anschlagen. Zwar leistet die Schulmedizin einen enormen Anteil durch Forschung und Medikamente, vielen Patienten kann jedoch auch mit alternativen und natürlichen Methoden geholfen werden. Das trägt dazu bei, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Heilpraktiker-Einrichtungen entstanden sind und es mittlerweile auch Gemeinschaftspraxen gibt, in denen Schulmediziner mit Heilpraktikern eng zusammenarbeiten.

Genau definiert

Das Berufsbild des Heilpraktikers ist von der WHO genau definiert und schließt eine Reihe von Anwendungsmethoden ein. Dazu gehören unter Anderem psychotherapeutische Gesprächsmethoden, Beratung zur naturheilkundlichen Selbstmedikation, Kinesiologie, Akupunktur oder Homöopathie.

Zwar sind die Tätigkeiten eines Heilpraktikers im Vergleich zu den Ärzten beschnitten, so sind zum Beispiel weder Behandlungen bezüglich Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten oder Schutzimpfungen nicht erlaubt. Stattdessen geht es darum, eine möglichst nebenwirkunsarme Behandlung für eine Vielzahl von gängigen Symptomen zu leisten. Gerade Patienten, die unter Stress, Nervosität und Verspannungen leiden, sind bei einem Heilpraktiker gut aufgehoben und erhalten wertvolle Behandlungen.

Mensch oder Tier heilen

Die Ausbildung erfolgt in der Regel an einer Heilpraktikerschule. Die Prüfung ist gesetzlich geregelt. Auch über ein Fernstudium und zusätzliche Wochenkurse kann die Ausbildung absolviert werden, in der Regel dauert sie 1 bis 3 Jahre. Für Tierfreunde gibt es zwischenzeitlich sogar die Möglichkeit, sich zum Tierheilpraktiker ausbilden zu lassen. Diese werden oftmals an denselben Heilpraktikerschulen wie die reguläre Ausbildung angeboten und bilden speziell für die Bedürfnisse an Vierbeinern und Kleintieren aus. Der Beruf des Heilpraktikers ist ein in Deutschland anerkannter und gesetzlich geregelter Beruf. Zwar übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen hierfür keine Kosten, einige private Versicherer beinhalten jedoch mittlerweile auch die Erstattung von Heilpraktikerkosten. Wer sich für für Naturheilverfahren begeistert und sich beruflich gerne mit Gesundheit und alternativer Medizin beschäftigen möchte, könnte der Heilpraktikerberuf eine interessante Möglichkeit darstellen.

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