Laktoseintoleranz ist weit verbreitet

Beigetragen von Gabi am 11. November 2010

Laktoseintoleranz betrifft viele Menschen. An Milchzuckerunverträglichkeit leiden etwa 75 % der Weltbevölkerung, da ist es schon fast unglaublich, dass dieses Problem erst in den letzten Jahren an Beachtung gewonnen hat.

Die Symptome einer Laktoseintoleranz

Da es sich bei Laktoseintoleranz um ein fehlendes oder ein geringes Vorkommen von Laktase handelt, sind die Symptome schon allein der verbleibenden Menge des Verdauungsenzyms entsprechend unterschiedlich. Jemand, der Milchzucker überhaupt nicht verdauen kann, da er keine Laktase produziert, wird mehr Probleme haben als jemand, der zumindest etwas Laktase produziert. Die Beschwerden reichen von Blähungen über Sodbrennen bis hin zu Bauchkrämpfen, Durchfall und starken Magenschmerzen. Selten auftretende Symptome, die dennoch in Zusammenhang mit einer Milchzuckerunverträglichkeit stehen, sind eine chronische Müdigkeit, Gliederschmerzen, Nervosität, ein Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Akne und auch depressive Verstimmungen. Wenn der Körper dauerhaft durch die mangelhafte Verdauungsfähigkeit geschädigt ist, beginnt sein gesamtes System Schaden zu nehmen.

Heilverfahren

Die Produktion von Laktase kann dem Körper nicht im Nachhinein beigebracht werden. Eine Laktoseintoleranz heilt man nicht. Man reagiert darauf, um frei von den Symptomen leben zu können. Zunächst sollte die Aufnahme von Laktose soweit wie möglich eingestellt werden. Milchprodukte enthalten für gewöhnlich auch Milchzucker, wobei mittlerweile auch laktosefreie Milch, laktosefreier Käse, Joghurt, etc. hergestellt werden. Bei den genannten Produkten ist es offensichtlich, dass sie Milchzucker enthalten, bei anderen Artikeln ist dies nicht unbedingt von vornherein klar. Die Lebensmittelindustrie fügt Laktose nämlich vielen Produkten zu, um deren Geschmack zu verbessern. Auch wenn kleinere Mengen des Milchzuckers meist keine Reaktionen hervorrufen, kann es mitunter zu Magenschmerzen kommen, ohne dass man weiß, dass man Laktose zu sich genommen hat. In Broten, Fertiggerichten, Würzmischungen, Wurstwaren, mariniertem Fleisch, Eiscreme, Schokolade, Instantprodukten und anderen Lebensmitteln, die keine Milchprodukte sind, kann sich der Milchzucker befinden. Seit 2005 reicht meist der Blick auf die Zutatenliste, da Produkte seitdem auch als laktosefrei oder nicht gekennzeichnet werden müssen.

Probleme trotz Verzicht

Es kommt nicht selten vor, dass man gewissenhaft auf alle Produkte verzichtet, die Laktose enthalten, und dennoch unter den Symptomen leidet. Das liegt häufig daran, dass die längere Aufnahme des Milchzuckers und die damit einhergehenden Beschwerden den Körper derart geschädigt haben, dass der sich erst wieder regenerieren muss. So kann eine geschädigte Darmflora durchaus noch einige Zeit zu Blähungen oder Magenschmerzen führen. Auch Sodbrennen kann noch häufiger auftreten. Es bietet sich an, in so einem Fall die Symptome zu behandeln, um dem Körper bei der Regeneration zu unterstützen und unbeschwerte durch den Alltag zu gehen.

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